Sonntag, 05. Feb. 2012

Gut Flachstöckheim

 

Flachstöckheim war lange Zeit Sitz eines der reichsten Adelsgeschlechter des Braunschweiger Raumes, derer von Schwiecheldt.
Gut Flachstöckheim Großbildansicht
Bereits 1350 erhielt das Rittergeschlecht das Gut als Lehen vom Kreuzstift zu Hildesheim. Das Anwesen wurde 1722 erbaut, das Kavaliershaus stammt aus dem Jahre 1807.

Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 nahm Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Friedrich des Großen, hier Quartier. Auf seinen Befehl mussten französische Kriegsgefangene einen Rokokogarten anlegen. 1765 entstand das von schmiedeeisernem Rankenwerk mit den Initialen August Wilhelm von Schwiecheldt gezierte Parktor. 1821 wurde der Park von der Familie in einen Englischen Garten umgewandelt. 1952 bis 1954 stellte die Salzgitter AG den Garten wieder her. In einem Waldpark des Gutes schuf die Stadt 1956 eine Freilichtbühne, auf der im Sommer vor allem Kindertheaterstücke aufgeführt werden.

Ende der 1930er Jahre erfolgte die Enteignung des alten von Schwiecheldtschen Familiengutes Flachstöckheim durch die damaligen Reichswerke (heute Salzgitter AG). Die Gutgebäude wurden 1942/43 durch die Wohnungs AG der Reichswerke zu 98 Wohnungen für Bergarbeiter der nahen Erzgruben umgebaut

Quelle: aus dem Buch "Salzgitter", von Jürgen Hodemacher, 1984