Sonntag, 05. Feb. 2012

Burgruine Lichtenberg

Ohne Zweifel gehörte sie zu den bedeutendsten Anlagen ihrer Art seit der Zeit Heinrich des Löwen (1129-1195), die Burg Lichtenberg.
 
Auf einer steilen Bergkuppe des Salzgitter-Höhenzuges gelegen, diente sie dem großen Braunschweiger Welfen-Herzog zur Sicherung seiner Machtbasis gegen die Nachbarn in der Bischofsstadt Hildesheim und dem kaiserlichen Goslar.
 
Durch ihre strategisch wichtige Lage konnten auch Handelsstraßen beherrscht werden. Nach dem offenen Streit mit Heinrich dem Löwen war sie 1180 ein bevorzugtes Angriffs- und Eroberungsziel von Kaiser Friedrich Barbarossa und seinen Truppen.

1194 gab Friedrichs Nachfolger Heinrich VI. sie dem Welfen zurück.
 
Zerstört wurde die Burg Lichtenberg erst 1552 als Folge des Schmalkaldischen Krieges durch Kanonen des Söldnerführers Vollrad von Mansfeld in einer Fehde mit dem Braunschweigischen Herzog Heinrich dem Jüngeren. Dennoch geriet sie nie in Vergessenheit. Bis in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts waren Ruine und der Ort Lichtenberg ein beliebtes Ausflugsziel.
 
1995, im 800. Todesjahr von Heinrich dem Löwen, haben auf dem Burggelände mit Unterstützung des Landes Niedersachsen, von Stiftungen, privaten Spendern und der Stadt Salzgitter umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten begonnen. Sichtbares Zeichen ist ein neues Holzgerüst mit Aussichtsplattform auf dem Bergfried, der Besuchern bei guter Fernsicht einen herrlichen Blick auf das nördliche Salzgitter und die Landschaft vom Harz mit dem Brocken bis nach Braunschweig erlaubt. Außerdem gibt es im Bergfried eine neue Dauerausstellung des Stadtarchivs über die Burg und ihre Geschichte.